UVP-report. Umweltvorsorge – Umweltplanung – Umweltprüfung | UVP-report. Environmental Precaution, Planning and Assessment
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2026 Die Autorin, veröffentlicht durch UVP-Gesellschaft e.V. und
Berlin Universities Publishing | ISSN 0933-0690 | DOI:
10.60636/uvp-report.14
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Fachbeitrag | Full article
Schwerpunkt UVP-Studienpreis 2025 | Special Issue EIA Study Award 2025
Des Hamsters neue Felder
Auswilderungskonzept für Feldhamster (Cricetus cricetus) in Nordsachsen mit Kommunikationsansätzen für den Zoo Leipzig
New fields for the hamster
Reinforcement strategy for European hamsters (Cricetus cricetus) in Northern Saxony with communication approaches for Leipzig Zoo
Caroline Zein
Caroline Zein, M.Sc. | TU Dresden, Institut für Landschaftsarchitektur, Helmholtzstraße 10, D-01069 Dresden | caroline.zein@tu-dresden.de
Eingegangen: 07.10.2025 | Überarbeitet eingegangen: 10.02.2026 | Angenommen: 12.03.2026 | Online veröffentlicht: 27.03.2026
Der Feldhamster (Cricetus cricetus) ist in Deutschland vom Aussterben bedroht. Auch in seinem letzten sächsischen Vorkommensgebiet in Nordsachsen lagen seine Bestandszahlen zuletzt unter der Nachweisgrenze. Der Zoo Leipzig engagiert sich deshalb durch Nachzucht und Auswilderungen seit 2021 im Arbeitskreis zum Schutz der letzten sächsischen Feldhamster. Eine Auswilderung ergibt jedoch nur Sinn, wenn es gelingt, in der Feldflur ein feldhamsterfreundliches Flächenmanagement zu etablieren, durch das sich eine selbst erhaltende Population aufbauen kann. Ziel der Masterarbeit der Autorin (Zein 2024), die dem Artikel zugrunde liegt, war es daher, ein Auswilderungskonzept für Feldhamster im Rahmen des sächsischen Feldhamsterschutzprojekts zu erarbeiten. Für Flächen im Landkreis Nordsachsen wurde ein umfassender Maßnahmenkatalog zur Förderung der Biodiversität durch nachhaltige Nutzung erstellt. Ergänzend dazu wurde ein Informationskonzept entwickelt, das eine beispielhafte Aufklärungsstrategie für verschiedene Zielgruppen in diesem Interessenfeld veranschaulicht.
Schlagworte
Sachsen; Feldhamster; Artenschutzmaßnahmen; Biotopmanagement; Landwirtschaft, Umweltprobleme; Biologische Vielfalt; Öffentlichkeitsarbeit des Naturschutzes
Abstract
The European hamster (Cricetus cricetus) is under threat of extinction in Germany. Even in its last remaining Saxon habitat in Northern Saxony, its population recently declined below the detection limit. Since 2021, Leipzig Zoo has been involved in the working group for the protection of the last European hamsters in Saxony through breeding and reinforcement programmes. However, reinforcement only makes sense if a hamster-friendly land management can be established, allowing a self-sustaining population to develop. The aim of the author’s master's thesis on which the article is based (Zein 2024) was therefore to develop a reinforcement strategy for European hamsters as part of the European hamster protection project in Saxony. A comprehensive catalogue of measures to promote biodiversity through sustainable use was drawn up for areas in the county of Northern Saxony. In addition, an information strategy was developed to illustrate an exemplary educational policy for various target groups in this field.
Keywords
Saxony; European hamster; Species conservation measures; Habitat management; Agriculture, environmental issues; Biodiversity; Public relations in nature conservation
Der Feldhamster (Cricetus cricetus) ist in Deutschland vom Aussterben bedroht (Meinig et al. 2020: 23). Auch in seinem letzten sächsischen Verbreitungsgebiet in Nordsachsen lagen die Bestandszahlen ab 2020 unterhalb der Nachweisgrenze (Mammen & Hlawatsch 2022: 7). Als Leitart eines vielfältigen Agrarlebensraums benötigt der Feldhamster offene Habitate in landwirtschaftlicher Nutzung. Diese Bewirtschaftung entspricht jedoch schon längst nicht mehr dem extensiveren und vielfältigeren Ideal, durch das der Feldhamster einst seine Rolle als typische Charakterart des Ackers erlangte, zeitweise sogar die Wahrnehmung als „Plage“ (Meyer 2009). Seine Verdrängung durch die moderne Bewirtschaftungsintensität, aber auch durch die Zerschneidung von Offenlandlebensräumen steht beispielhaft für den Verlust der Artenvielfalt im landwirtschaftlich geprägten Raum (vgl. Klein et al. 2024; Hünig & Benzler 2017).
Maßnahmen zu seinem Schutz können deshalb auch die Habitatbedingungen anderer Arten verbessern (vgl. Dietzel et al. 2019; Wilson et al. 2005). Gleichzeitig trägt er durch seine natürliche Lebensweise in diesem Agrarlebensraum zu dessen Resilienz bei, indem er beispielsweise Pflanzensamen verbreitet oder den Boden lockert (Schlüsselart). Diese ökologischen Rollen machen den Feldhamster zu einer besonders schützenswerten Art und unterstreichen die Bedeutung seiner Erhaltung im Kontext der Biodiversitätskrise.
Zur Sensibilisierung der Akteurinnen und Akteure sowie der allgemeinen Öffentlichkeit für dieses Thema kommt dem Feldhamster sein hohes Potenzial als charismatische Botschafterart zugute. Im sächsischen Aktionsraum nutzt diese „Flaggschiff“-Funktion des Feldhamsters neben weiteren Akteuren die Zoo Leipzig GmbH (im Folgenden „Zoo Leipzig“), welche Kooperationspartnerin für die dem Artikel zugrunde liegende Masterarbeit (Zein 2024) war.
Der Zoo Leipzig ist seit 2021 Mitglied des Arbeitskreises „Kooperativer Feldhamsterschutz im Freistaat Sachsen“ (im Folgenden „AK-KFS“). Dabei übernimmt dieser Akteur sowohl In-situ-Maßnahmen auf den Auswilderungsflächen als auch die Unterhaltung der Hauptzuchtstation auf dem Zoogelände. Ausgehend von dieser zoologischen Basis sind es die Ziele des sächsischen Feldhamsterschutzes, Bestandsstützungs- und Wiederansiedlungsmaßnahmen im Landkreis Nordsachsen umzusetzen (AK-KFS 2024: 8). In Zusammenarbeit mit den lokalen Landwirtinnen und Landwirten soll der Feldhamster durch Auswilderungen wieder als Charakterart der sächsischen Kulturlandschaft etabliert werden. Dafür fehlte jedoch vor dem Abschluss der Masterarbeit eine langfristige, landschaftsplanerische Strategie, welche neben den aktuellen Flächennutzungen auch regionale Planungen, landschaftliche Rahmenbedingungen und ein flexibles Maßnahmenkonzept umfasst.
Das Ziel bestand daher in der Entwicklung eines Auswilderungskonzepts für Feldhamster, welches neben dem Zoo Leipzig auch allen weiteren Projektpartnern zur Verfügung steht. Inhaltlich lag der Fokus dabei auf der Erarbeitung landschaftsplanerischer Maßnahmen zum feldhamstergerechten Flächenmanagement im Landkreis Nordsachsen, um durch eine nachhaltige Nutzung die Biodiversität vor Ort zu fördern. Unterstützend wurde ein Kommunikationskonzept mit adressatenspezifischen Informationselementen erstellt, um den Akteurskreis im sächsischen Feldhamsterschutz zu erweitern und besser zu vernetzen.
Als Basis für das Auswilderungskonzept wurden in einem ersten Schritt die planerischen, rechtlichen und biologischen Voraussetzungen strukturiert sowie Referenzprojekte ausgewertet. Zusätzlich konnte durch eine Betrachtung der Rolle von Zoos in der Naturschutzarbeit ein Verständnis für deren Beitrag innerhalb dortiger Akteursstrukturen und zur Projektkommunikation aufgebaut werden.
Anschließend wurde als Untersuchungsgebiet nach einer ersten Grobauswertung von Gebiets- und Kartierungsdaten und nach Abstimmung mit dem AK-KFS ein landwirtschaftlich geprägtes Areal nördlich der Stadt Leipzig ausgewählt. Dort konnten bis zum endgültigen Zusammenbruch der Population im Jahr 2019 noch Feldhamsterbaue kartiert werden (AK-KFS 2024: 19). Um den ausgewilderten Feldhamstern ein geeignetes Habitat mit ausreichend Nahrung und Deckung zu bieten, ist es essenziell, die Lebensbedingungen zur Zeit ihrer größten Populationsausdehnung bis in die 1950er Jahre zu verstehen.
Eine weiterführende Analyse geeigneter Anbaukulturen lieferte zudem wichtige Ansätze für das Auswilderungskonzept, da die Habitateignung für Feldhamster wesentlich von der Feldbewirtschaftung abhängt. Entscheidend für den Erfolg des Projekts wird die Lebensraumqualität auf und im Umkreis der Auswilderungsfläche sein, was durch ein entsprechendes Management sichergestellt werden muss. Zur Auswahl geeigneter Handlungsräume wurde das etwa 10.000 Hektar große Planungsgebiet auf Basis von GIS-Daten, Ortsbegehungen und Gesprächen mit landschaftlichen Akteuren analysiert und seine flächenspezifische Habitateignung bewertet. Dazu wurden Indikatoren zur Biotopausgestaltung, zu Akteursstrukturen, Landnutzungen und bisherigen Feldhamsterschutzmaßnahmen, zur Schutzgebietskulisse, zu Bodenverhältnissen sowie zu vorhandenen bzw. absehbaren Barrieren und Risikozonen ausgewertet.
Die Erkenntnisse aus dem Grundlagenteil wurden in Form von Grundsätzen für den Feldhamsterschutz zusammengefasst. Diese bilden die Basis für das Auswilderungskonzept, welches eine Priorisierung innerhalb der Flächenkulisse durch Potenzialflächen abgestufter Eignung vorsieht. Neben den Ergebnissen der Habitatbewertung flossen auch eigene Überlegungen zum erwartbaren Ausbreitungsverhalten und Flächenbedarf der Population in das Konzept ein.
Ein besonderer Mehrwert für das Feldhamsterschutzprogramm wurde durch eine in diesem Detailgrad bislang nicht vorgenommene Bewertung der Bodenverhältnisse erzielt, die ein maßgeblicher Faktor für die Auswahl von Maßnahmenflächen sein sollte. Dieser Bewertung liegt eine GIS-basierte Auswertung der Daten zu den unterschiedlichen Schluff-, Lehm- und Sandanteilen der einzelnen Horizontabschnitte zugrunde (Grundlagendaten von LfULG 2020).
Aufbauend auf diesen Analyse- und Bewertungsergebnissen wurde ein Maßnahmenkonzept für den Feldhamsterschutz in Nordsachsen vorgeschlagen. Die Maßnahmen basieren auf einer nachhaltigen Landnutzung und fördern neben der Zielart selbst auch weitere Arten der Agrarlandschaft.
Um möglichst viele Landwirtinnen und Landwirte zu motivieren, sich aktiv im Feldhamsterschutz einzubringen, wurden zusätzlich adressatenspezifische Kommunikationsmaßnahmen entwickelt. Dabei wurde ein eigener Ansatz verfolgt, welcher die Grundsätze der Landschaftskommunikation mit der Planung von Auswilderungskonzepten verknüpft. Auch wenn eine solche methodische Zusammenführung in Anbetracht des gemeinsamen Spannungsfelds der Kulturlandschaften naheliegend erscheint, kann dieses Vorgehen methodisch als experimentell bewertet werden. Ausgehend von der Annahme eines geteilten Nutzungsraums, in den sich unterschiedliche Gruppen und damit verschiedene Adressaten einbringen, wurden zunächst diese Zielgruppen analysiert. Dabei musste deren unterschiedliches Vorwissen berücksichtigt werden. Außerdem war der besonderen kommunikativen Rolle von Zoos in lokalen Artenschutznetzwerken, welche sich vor allem durch eine sehr große öffentliche Reichweite auszeichnet, Rechnung zu tragen. Auf dieser Grundlage entstand eine projektspezifische, langfristige Informationsstrategie, welche die effektive Umsetzung des Feldhamsterprojekts unterstützt.
Die Ergebnisse werden entsprechend der in Kapitel 2 beschriebenen Methodik vorgestellt.
Das Projektgebiet liegt im Landschaftsraum „Delitzscher Platte“, der für seine ertragreichen Böden bekannt ist und somit früher wie heute ein wichtiges Landwirtschaftsgebiet darstellt. So ist das Gebiet stark agrarisch geprägt: mehr als zwei Drittel der Fläche (69,7 %) entfallen auf Biotoptypen des Ackerlands (Auswertung der BTLNK, LfULG 2005). Dieser landwirtschaftliche Charakter ist nicht zuletzt durch die historische, traditionell ackerbauliche Nutzung des Gebiets bedingt. Durch die Auswertung grafischer und textlicher Quellen zum Landschaftswandel ab Ende des 18. Jahrhunderts wurden auch die Zusammenhänge deutlich, die im Projektgebiet zum Einbruch der Feldhamsterpopulation geführt haben. Die Verringerung der durchschnittlichen Feldraindichte von 458 m/ha Ende des 18. Jahrhunderts auf heute 116 m/ha und das gleichzeitige Wachstum der durchschnittlichen Schlaggröße von maximal 1,9 ha auf 85 ha (Schmidt et al. o. J.) führten beispielsweise zu einer Verschlechterung der Habitatqualität durch den Verlust landschaftlicher Strukturvielfalt.
Die Überlagerung der feldhamstertypischen Phänologie mit den modernen landwirtschaftlichen Abläufen über den Jahresverlauf (s. Abb. 1) zeigt, dass sich hochgradig automatisierte und schnelllebige Arbeitsprozesse nicht länger mit dem Aktivitätsverhalten der Feldhamster decken, sondern diesem vielmehr entgegenstehen. Darüber hinaus führt diese Tierart als Indikator für einen „guten“ landwirtschaftlichen Boden eindrucksvoll den Verlust an Bodenqualität vor Augen, der sich unter anderem durch einen – besonders in Ostdeutschland – geringen und wahrscheinlich weiterhin schrumpfenden Humusgehalt im Oberboden ausdrückt (Flessa et al. 2019: 30; UBA 2023). Auch dies steht einer nährstoff- und ressourceneffizienten Landwirtschaft im Weg.
Abbildung
1: Zeitliche Beziehung der
saisonalen Rahmenbedingungen durch die Landwirtschaft –
dargestellt durch die Anbauzeiten von auf ihre Habitateignung
bewerteten Kulturen – zur biologischen Phänologie des
Feldhamsters. Drei Würfe pro Weibchen stellen dabei den Idealfall
für ein Reproduktionsjahr dar. Unter den aktuell ungünstigen
Bedingungen werden in Mitteldeutschland in der Regel nur noch ein
bis zwei Würfe erreicht. Einer der vorgeschlagenen „Zeitgeber“
zur Verbesserung dieser Bedingungen wird als Maßnahme im Konzept
der Arbeit aufgeführt (eigene Darstellung)
Abbildung
2: Bewertung
konventioneller, im Planungsgebiet angebauter Kulturen im Kontext
der feldhamsterfreundlichen Bewirtschaftung (Ausschnitt, eigene
Zusammenstellung nach Literaturauswertung in Zein 2024)
Diese Ergebnisse historischer Entwicklungen in Nordsachsen zeigen die Konflikte auf, für die es im Feldhamsterschutz Lösungen zu finden gilt. Ebenso wird die Notwendigkeit deutlich, Synergien mit den Interessen der landwirtschaftlichen Betriebe zu finden, die den Biodiversitätsschutz im Offenland mit Vorteilen für diese Akteursgruppe verbinden und ihn damit langfristig tragbar machen. Ein weiteres gemeinsames Handlungsfeld des Feldhamsterschutzes und der Landwirtschaft ist die Klimaanpassung auf den nordsächsischen Äckern. Das macht die Bewertung der Trockenheitsresistenz der dort konventionell angebauten Feldkulturen deutlich (s. Abb. 2). Diese Resistenz wird für die Resilienz der Landwirtschaft in den kommenden Jahren entscheidend sein, da das ohnehin schon überdurchschnittlich warme und trockene Klima im Landkreis zukünftig durch noch geringere Niederschläge gekennzeichnet sein wird (erwartet wird deren Abnahme um 15 – 25 % über den Gesamtjahresverlauf für den Prognosezeitraum 2071 – 2100 im Vergleich zum Bezugszeitraum 1971 – 2000, Spekat & Enke 2020: 39), während die Jahresmitteltemperatur voraussichtlich zunehmen wird (Spekat & Enke 2020: 34). Die Trockenheitsresistenz der regional verwendeten Ackerpflanzen konnte mit Ausnahme der insgesamt hamsterfreundlichen Luzerne nur als „gering“ oder „mittel“ eingestuft werden. Dies legt eine Erprobung klimaangepasster Alternativkulturen (z. B. Hirse, Soja, Kichererbse) entsprechend einer zusätzlich zusammengestellten Auswahl nahe.
Neben den bestehenden Landnutzungen wurden auch absehbare Änderungen durch geplante Großprojekte berücksichtigt. Entsprechende Planungsinformationen konnten im Austausch mit dem Regionalen Planungsverband Leipzig-Westsachsen (Klama & Schottke 2023, mdl.) gewonnen werden. Gleichzeitig wurden Projektverantwortliche aus dem Feldhamsterschutz und Verbandsmitglieder vernetzt. Angesichts der aktuellen, erleichterten Genehmigungsvoraussetzungen für Projekte der erneuerbaren Energien wurden insbesondere Areale mit begünstigenden Faktoren für die Wind- und Solarenergienutzung als „mit erhöhtem Risiko“ eingestuft. Zwar ist aktuell kein Vergrämungsrisiko für Feldhamster durch den Betrieb solcher Anlagen bekannt und betriebsbedingte Beeinträchtigungen durch Windenergieanlagen konnten nicht festgestellt werden (Łopucki & Perzanowski 2017), jedoch sollten potenzielle baubedingte Beeinträchtigungen wie Kollisionsrisiko, Individuenvertreibung oder Stoffeintrag bei der Auswahl von Maßnahmenflächen berücksichtigt werden.
Die Ergebnisse zeigen deutlich, dass Auswilderungen allein das Schutzprojekt für diese Tierart nicht zum Erfolg führen werden. Parallel zu den Bestandsstützungen gilt es weiterhin, die landschaftlichen Rahmenbedingungen der Auswilderungsflächen feldhamsterfreundlich zu gestalten. Neben den beschriebenen Handlungsfeldern zur Klimaanpassung müssen dabei die Habitatansprüche der Feldhamster insgesamt besser berücksichtigt werden. Um eine langfristig stabile Population aufbauen zu können, benötigen sie neben einem ausreichenden Futterangebot im Sommer auch lagerbare Feldfrüchte für die Überwinterung, eine für die Anlage von Bauen geeignete Bodenzusammensetzung, Deckung während ihrer Aktivitätszeit zum Schutz vor Prädation sowie eine ausreichend große Anzahl genetisch diverser Individuen, sodass pro Weibchen und Jahr zwei bis drei Würfe möglich sind.
Abbildung
3: Ausschnitt aus der
Analyse- und Bewertungskarte zu den Bodenverhältnissen, hier im
Umkreis der Ortschaft Klitschmar (eigene Darstellung unter
Verwendung der Grundlagendaten von GeoSN 2023 und LfULG 2020)
Die Übertragung dieser Lebensraumanforderungen in ein Leitbild für das Projektgebiet und die daran anschließende, GIS-basierte Bewertung der Habitatqualität erwies sich diesbezüglich als zielführender Ansatz. Beispielhaft seien hier die Ergebnisse der Bodenbewertung genannt (s. Abb. 3): Demnach stehen den Feldhamstern im Projektgebiet auf nahezu zwei Dritteln der Fläche (63 %) „gute“ Bodenbedingungen zur Verfügung. Diese sind definiert durch erhöhte Sandanteile in höchstens zwei der betrachteten Horizontabschnitte und geringfügige Sandanteile in höchstens drei Abschnitten. 27 % der Fläche konnten diesbezüglich sogar als „sehr gut“ bewertet werden (erhöhter Sandanteil höchstens in einem Horizontabschnitt, geringfügige Sandanteile nur in höchstens zwei Horizontabschnitten, überwiegend hoher Schluff- und Lehmanteil). Die verbleibenden 10 % der Fläche sind infolge hoher Sandanteile zwar für das Graben tieferer Baue als „gering geeignet“ eingestuft, durch möglicherweise ausreichende Stabilität für die Anlage von Sommerbauen mit geringerer Tiefe jedoch nicht gänzlich für den Feldhamsterschutz ausgeschlossen.
Die Bodenverhältnisse machen einen der in der Methodikbeschreibung (Kap. 2) erläuterten Indikatoren aus, die für die gesamte Habitatbewertung verschnitten wurden. Die Bewertung von Risikozonen und Barrieren, an denen sich im nächsten Arbeitsschritt die Grenzen der Potenzial- und Maßnahmenflächen orientieren, wurde anhand der folgenden vier Gefährdungsgrade eingestuft:
Besondere Risikozonen: erhöhtes Risiko durch Hauskatzen im Umkreis von 200 m um Wohngebiete; mögliche Flächen für den Windenergieausbau (nach Abzug des 1000-m-Puffers um Wohngebiete, der 200 m breiten Randbereiche um die Autobahn A 9 sowie des Vogelschutzgebiets „Agrarraum und Bergbaufolgelandschaft bei Delitzsch“); Bereiche erhöhten baubedingten Risikos im Repowering-Areal um Windenergieanlagen,
Kaum überwindbare Barrieren: Autobahnen zzgl. 100-m-Puffer; zum Bearbeitungszeitpunkt geplanter Standort eines Gewerbegebiets (Planung nicht mehr aktuell); Betriebsgelände des Flughafens „Leipzig-Halle“; Naturschutzgebiet „Werbeliner See“ (durch feuchte Biotoptypen und Gewässer geprägte Tagebaufolgelandschaft),
Schwer überwindbare Barrieren: stark befahrene Straßen zzgl. 100-m-Puffer (durchschnittliche tägliche Verkehrsstärke [dtV] 4600 – 6300 Kraftfahrzeuge [KFZ]); sehr stark befahrene Straßen zzgl. 100-m-Puffer (dtV > 6300 KFZ sowie Bundesstraßen laut Straßenverkehrszählung [SVZ]); Bahnlinien (hier ausschließlich die Bahnstrecke Delitzsch – Halle, zweigleisig, zweimal stündlich befahren),
Leichter überwindbare Barrieren: Fließgewässer (im Projektgebiet nur in Form von Bachläufen vorhanden); wenig befahrene Straßen zzgl. 100-m-Puffer (dtV 2000 – 4600 KFZ sowie Staatsstraßen laut SVZ); kaum befahrene Straßen zzgl. 100-m-Puffer (dtV < 2000 KFZ sowie Kreisstraßen laut SVZ).
Die Gesamteinschätzung zur Habitateignung und deren Überlagerung stellt eine Arbeitsgrundlage dar, die dem AK-KFS in Form von GIS-Daten zur Verfügung gestellt wurde. Durch die Verschneidung aller Bewertungskriterien konnten 31 Potenzialflächen unterschiedlicher Größe und Eignung definiert werden, die auf ein Fokusgebiet und zwei Erweiterungsareale verteilt sind (s. Abb. 4). Für die Gesamtverteilung auf das Projektgebiet wurden als Orientierungswerte eine angestrebte Baudichte von fünf Bauen je Hektar (bzw. zwei Bauen je Hektar in Ausweichhabitaten) sowie eine Zielgröße von 1500 Individuen für die Population angenommen.
Abbildung
4: Priorisierung für den
Feldhamsterschutz entsprechend der Ergebnisse der Habitatbewertung
sowie Überlagerungen mit den herausgestellten Potenzialflächen.
Flächen mit geringerem Potenzial (hellgrün) kommen nur als
Förderflächenstandort infrage, Flächen mit höherem Potenzial
(dunkelgrün) zusätzlich auch als Kernflächenstandort (eigene
Darstellung unter Verwendung von Grundlagendaten von GeoSN 2023)
Die skizzierten Analysen und Bewertungen sowie die daraus abgeleiteten Potenzialflächen bildeten die Grundlage für das Rahmenkonzept der Arbeit. Neben seiner schwerpunktmäßigen Ausrichtung auf landschaftsplanerische Maßnahmen trifft dieses auch Aussagen zur Feldhamsternachzucht und den dafür notwendigen zoologischen Voraussetzungen, zum Populationsmonitoring sowie zur Projektkommunikation. Ausgehend von Annahmen zum Flächenbedarf wurde ein zentral gelegenes Fokusgebiet mit einer Größe von annähernd 2000 Hektar bestimmt und durch zwei Erweiterungsflächen von etwa gleicher Größe ergänzt (s. Abb. 4). Das ermöglicht eine zeitliche Staffelung der Maßnahmenumsetzung.
Der inhaltliche Aufbau des Maßnahmenkonzepts selbst wird als wesentliches Ergebnis der Arbeit im Folgenden näher erläutert (s. Abb. 5). Durch Kombination teils erprobter, teils eigens entwickelter Maßnahmen unterschiedlicher Kategorien in Paketen konnte ein neuer Ansatz für den Feldhamsterschutz entwickelt werden. Dieser Aufbau verfolgt die Zielvorgabe, neben der Biodiversitätsförderung auch eine flexible Umsetzbarkeit zu erreichen. Damit soll explizit auf die maßgebliche Akteursgruppe im Feldhamsterschutz, die Landwirtinnen und Landwirte, eingegangen werden.
Abbildung
5: Maßnahmenübersicht
als Teil des Auswilderungskonzepts (eigene Darstellung); die
Bezeichnung der Maßnahmen von M 01 bis M 16 bezieht sich auf die
Nummerierung der entsprechenden Steckbriefe in der Masterarbeit
(Zein 2024), die grüne Kreisdarstellung mit Pluszeichen empfiehlt
eine Unterstützung der Landwirtinnen und Landwirte durch andere
Akteure im Feldhamsterschutz
Ausführliche Steckbriefe zu jeder in Abbildung 5 dargestellten Maßnahme finden sich im Steckbriefkatalog der Masterarbeit (Zein 2024), welcher in „Grundschutzmaßnahmen“, „Komplexmaßnahmen“ und „Vernetzungsmaßnahmen“ gegliedert ist:
Grundschutzmaßnahmen definieren unabhängig von der Flächenbeschaffenheit und der angebauten Feldkultur einen Mindeststandard für alle Maßnahmenflächen. Mit ihnen wird die zwingend notwendige Grundvoraussetzung für den Feldhamsterschutz geschaffen. Beispielsweise wird ein vollständiger Verzicht auf Rodentizide sowie eine extensivierte Bodenbearbeitung festgelegt.
Komplexmaßnahmen behandeln jeweils bestimmte Habitatansprüche des Feldhamsters und orientieren sich dabei an Empfehlungen für eine entsprechend angepasste Bewirtschaftung. Da jedoch keine einzelne Maßnahme sämtliche Habitatansprüche abdecken kann, ist ihre gemeinsame Umsetzung in Kombination mehrerer verschiedener Komplexmaßnahmen erforderlich. In der Maßnahmenübersicht (s. Abb. 5) werden diese Kombinationen als Maßnahmenpakete gebündelt dargestellt, deren vollständige Umsetzung zusätzlich honoriert werden soll. Die entsprechenden Fördermöglichkeiten sind in den Maßnahmensteckbriefen aufgeführt. Auf diese Weise soll das Engagement für die Entwicklung möglichst großflächiger, zusammenhängender und hamsterfreundlich bewirtschafteter Gebiete attraktiver werden.
Diesem Ziel folgen ebenso die Vernetzungsmaßnahmen, die einen Individuenaustausch zwischen den Maßnahmenflächen auch über Barrieren hinweg ermöglichen sollen – etwa an Straßen und Gleisanlagen.
Abbildung 6 zeigt einen Kartenausschnitt der beispielhaften Maßnahmenumsetzung für das Fokusgebiet in Nordsachsen. Die Abbildung zeigt die Anordnung der „Kernflächen“, die aus den zuvor erstellten Potenzialgebieten ausgewählt wurden und auf denen besonders wirksame Schutzmaßnahmen umgesetzt werden. Gemeinsam mit „Förderflächen“ (Ausweichhabitaten) und „Vernetzungsflächen“ stellen sie eine flexible, an die tatsächliche Bewirtschaftungsstruktur (jährlich wechselnde Nutzungsverhältnisse, Fruchtfolgen, Kooperationsbereitschaft der landwirtschaftlichen Akteurinnen und Akteure usw.) angepasste räumliche Maßnahmenplanung dar.
Abbildung
6: Anwendungsbeispiel zur
Maßnahmenplanung im Fokusgebiet für Flächen südlich von
Peterwitz (eigene Darstellung unter Verwendung von Grundlagendaten
von GeoSN 2023)
Sowohl die aktuelle Kooperationsbereitschaft der Landwirtinnen und Landwirte als auch die Nutzungsverteilung auf unterschiedliche Betriebe wurden in die Maßnahmenplanung einbezogen. Mehr als zwei Drittel (72,1 %) der landwirtschaftlich genutzten Fläche des Fokusgebiets werden durch lediglich drei Agrarbetriebe bewirtschaftet. Das ließ sich aus Gesprächen mit lokalen Akteurinnen und Akteuren schließen. Diese Betriebe für den Feldhamsterschutz zu gewinnen, sollte eine hohe Priorität erhalten, wenn auch insgesamt nur ein breites Kooperationsbündnis zum Erfolg führen kann. Insgesamt werden die Ackerschläge des Fokusgebiets durch elf verschiedene Betriebe bewirtschaftet (Stand 2023). Diese Erkenntnis zeigt eine der generellen Schwierigkeiten im Feldhamsterschutz auf: Um eine großflächig zusammenhängende, feldhamstergerechte Landschaft zu gestalten, bedarf es der Abstimmung mit einer Vielzahl von Personen, die in anderen Gebieten noch größer sein kann. Daher wurden neben den in den Maßnahmensteckbriefen vorgeschlagenen Fördermöglichkeiten auch Ansätze zur zielgruppenspezifischen Kommunikation in einer eigenen Vermittlungsstrategie zusammengefasst. Diese umfasst neben der Gruppe der landwirtschaftlichen Fachkräfte auch weitere Akteursgruppen aus dem Feldhamsterschutz, die Anwohnergemeinschaft im Projektgebiet sowie Besucherinnen und Besucher des Zoos Leipzig.
Abbildung
7: Übersicht der
vorgeschlagenen Struktur der Projektkommunikation und der in der
Arbeit näher erläuterten Vermittlungselemente (eigene
Darstellung)
Als Ergebnis dieses Arbeitsschritts entstand eine langfristige, zeitlich gestaffelte Vermittlungsstrategie mit zielgruppenspezifischen Kommunikationselementen (s. Abb. 7). Drei dieser Elemente wurden näher ausgeführt: ein Format für Informationsveranstaltungen für Landwirtinnen und Landwirte, Beschilderungen an den „Hamsterfeldern“ (Maßnahmenflächen) sowie eine Produktvermarktung. Ausführliche grafische und textliche Beschreibungen finden sich in der Masterarbeit Zein 2024). Mit dem über den Zoo geförderten Verkauf von „Hamsterhonig“ unter einer Dachmarke für feldhamsterfreundliche Bewirtschaftung wird schließlich der Bogen zu den zuvor herausgearbeiteten Defiziten in der Etablierung regionaler Vermarktungs- und Wertschöpfungsmöglichkeiten gespannt. Insbesondere die betroffene Akteursgruppe aus der Landwirtschaft soll durch solche Maßnahmen der projektintegrierten Umweltbildung als unverzichtbare Partnerin im Biodiversitätsschutz sichtbar werden.
Die Inhalte der Masterarbeit wurden durch eine Vielzahl von grafischen Elementen der Autorin ergänzt. Diese können vom AK-KFS im weiteren Projektverlauf für öffentlichkeitswirksame Darstellungen genutzt werden können, um die Umsetzung des vorgestellten Kommunikationskonzepts zu erleichtern.
Nach Abschluss der Masterarbeit haben die Projektpartner des AK-KFS im März 2024 insgesamt 71 Feldhamster auf einer der im Konzept integrierten Maßnahmenflächen ausgewildert Zoo Leipzig GmbH 2025a). In der anschließenden Monitoringphase konnten auch im Freiland geborene Jungtiere außerhalb der Auswilderungsfläche nachgewiesen werden, was die Projektverantwortlichen als Indikator für geeignete Habitatbedingungen im Umkreis der Fläche werten. Da auch die Ex-situ-Zucht auf dem Zoogelände 2024 ausreichend Jungtiere hervorbrachte (226 Junghamster), wurde die Auswilderung im Jahr 2025 fortgesetzt. Dafür wurden ab Anfang Mai 179 nachgezüchtete Feldhamster ausgewildert Zoo Leipzig GmbH 2025b), was einer Steigerung von etwa 150 % im Vergleich zum ersten Auswilderungsjahr entspricht. Seit Oktober 2025 werden die sächsischen Bemühungen um den Feldhamster mit dem EU-LIFE-Projekt „LIFE4HamsterSaxony“ (Förderprogramm der Europäischen Union) mit einem Gesamtumfang von 12,2 Millionen Euro und einer Laufzeit von sechs Jahren fortgesetzt (LfULG 2025).
Die bislang erreichten Ergebnisse bei Nachzucht und Auswilderung des Feldhamsters sowie die erfolgreiche Bewerbung um die EU-LIFE-Förderung können als positive Aussichten für die sächsische Feldhamsterpopulation gewertet werden, für deren Schutz mit dem hier beschriebenen Konzept eine landschaftsplanerische Basis geschaffen wurde. Den Projektverantwortlichen stehen nun auch Grundlagendaten wie die Bewertung der Bodenverhältnisse für die weitere Planung zur Verfügung, die in Feldhamsterschutzprojekten üblicherweise nur in einer gröberen Abstufung anhand der Bodenwertzahlen vorgenommen wird.
Einschränkungen entstanden durch die getroffenen Annahmen zum Flächen- und Individuenbedarf einer langfristig stabilen Population, die durch Variantenvergleiche und eine Orientierung an Referenzbeispielen abgeschätzt wurden. Die erarbeiteten Bedarfsflächengrößen und Zeitspannen sollten die Projektverantwortlichen in regelmäßigen Abständen mit dem tatsächlichen Projektfortschritt und dem Populationsstatus abgleichen. Das vorgeschlagene Konzept lässt sich an die Dynamiken der landwirtschaftlichen Produktion und der tatsächlichen Populationsentwicklung anpassen, jedoch ist ein regelmäßiges Monitoring dafür unerlässlich.
Entscheidend für das Überleben dieser Art wird eine Umstellung der Landwirtschaft mindestens in feldhamsterfreundlichen Teilbereichen sein. Dafür liefert die Masterarbeit Anregungen und Datengrundlagen. Unbedingt näher zu betrachten sind der klimaangepasste Feldhamsterschutz und die Folgen des schnell voranschreitenden Ausbaus erneuerbarer Energien. Beide Problematiken wurden in der Masterarbeit angesprochen und bei deren Vorstellung auf der internationalen Konferenz zum Feldhamsterschutz („31st International Hamster Workgroup Meeting“ 2024) diskutiert. Weitere Untersuchungen dazu, auch landschaftsplanerische Forschungsbeiträge, sind wünschenswert.
Der Schutz des Feldhamsters vor dem Aussterben ist ein wichtiger Baustein in den Bemühungen um den Erhalt der Biodiversität in der Agrarlandschaft. Die vorgestellte Masterarbeit schlägt Maßnahmen für eine langfristige Auswilderungsstrategie für Feldhamster in Nordsachsen vor, um dort die Bestandsstützung durch das notwendige Flächenmanagement zur Verbesserung der Habitatbedingungen zu unterstützen. Die dafür vorgenommene Gebietsbewertung, die angewandte Methodik in der Maßnahmenkonzeption sowie die begleitenden Kommunikationsmittel geben dem sächsischen wie auch anderen Feldhamsterschutzprojekten eine landschaftsplanerische Grundlage, um Auswilderungen mit den zusätzlich zwingend notwendigen, landwirtschaftlichen Managementanpassungen zu untersetzen. In vielen Aspekten lässt sich die dafür entwickelte Methodik in der Maßnahmenplanung auch auf andere bedrohte Arten übertragen.
Interessenkonflikte
Die Autorin erklärt, dass kein Interessenkonflikt besteht.
Danksagung
Der Dank der Autorin gilt den Mitgliedern des Arbeitskreises „Kooperativer Feldhamsterschutz im Freistaat Sachsen“, die ihre fachliche Expertise zu der vorgestellten Masterarbeit beisteuerten. Im Besonderen möchte die Autorin den für das Feldhamsterschutzprojekt verantwortlichen Mitarbeitenden des Zoos Leipzig für die ausgesprochen gute Zusammenarbeit sowie Prof. Dr. C. Schmidt und Dr. A. Seidel für die fachliche Betreuung an der TU Dresden danken.
Literatur
AK-KFS – Arbeitskreis Kooperativer Feldhamsterschutz im Freistaat Sachsen (Hrsg.) (2024): Strategie zum kooperativen Schutz des Feldhamsters im Freistaat Sachsen für den Zeitraum 2024 – 2035, Leipzig.
Dietzel, S.; Sauter, F.; Moosner, M.; Fischer, C. & Kollmann, J. (2019): Blühstreifen und Blühflächen in der landwirtschaftlichen Praxis – eine naturschutzfachliche Evaluation. ANLiegen Natur 41 (1): 73–86. DOI: 10.63653/kufn5414.
Flessa, H.; Don, A.; Jacobs, A.; Dechow, R.; Tiemeyer, B. & Poeplau, C. (2019): Humus in landwirtschaftlich genutzten Böden Deutschlands. Ausgewählte Ergebnisse der Bodenzustandserhebung. Bearbeitet durch das Thünen-Institut für Agrarklimaschutz im Auftrag des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft, Bonn.
GeoSN – Landesamt für Geobasisinformation Sachsen (Hrsg.) (2023): Topographische Karte Sachsen im Maßstab 1: 25.000 (DTK 25), WMS-Geodaten. https://geomis.sachsen.de/geomis-client/?lang=de#/datasets/iso/357ea1c3-3e7d-4fbe-939c-e9a0069135ed [17.11.2023].
Hünig, C. & Benzler, A. (2017): Das Monitoring der Landwirtschaftsflächen mit hohem Naturwert in Deutschland, Bonn-Bad Godesberg (BfN-Skripten, 476). DOI: 10.19217/skr476
Klama, K. & Schottke, M. (2023): Ansprechpartnerinnen zu Landschaftsrahmenplanung, SUP, Freiraum, Land- und Forstwirtschaft, Rohstoffe und Erholung innerhalb des Regionalen Planungsverbands Leipzig-Westsachsen: Persönliches Gespräch vom 02.11.2023.
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